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[TVKarte] Hauppauge WinTV HVR-2200 Drucken

Getestet von AEOne

Einleitung

Ich hatte heute die Chance, die OEM‐Version der angekündigten Hauppauge WinTV‐HVR‐2200 zu testen. Gleich als erstes mein Gesamteindruck: Ich war fast zu 100% begeistert, aber der Reihe nach…

Die HVR‐2200 ist als inoffizieller Nachfolger der PVR‐500 angesehen. Sie ist eine Dual‐Tuner‐Karte, die wie eine PVR‐500 zwei mal analoge Sender tunen kann und das mit jeweils einem Hardware‐Encoder‐Chip für jeden Tuner. Bei analogen Empfang ist auch der Empfang von FM‐Radio vorgesehen.


Zu den Neuerungen gegenüber der PVR‐500 zählt unter anderem, dass die HVR‐2200 eine Hybrid‐Tuner‐Karte ist. Sie kann also zusätzlich DVB‐T empfangen und das gleich 2 Mal (DUAL-Tuner). Desweiteren handelt es sich bei der HVR‐2200 um eine Karte für einen PCI‐e 1x Steckplatz, welcher in neuen Boards mittlerweile zum Standard gehört. Ein weiterer, großer Pluspunkt ist die Bauweise der Karte. Bei der HVR‐2200 handelt es sich um ein 15,5 cm langes und 6 cm hohes Modell im sogenannten low-profile Format. Media Center Nutzer mit flachen Gehäusen werden sich freuen. Hauppauge liefert 2 Slotbleche mit, so dass man die low-profile Karte auch in Gehäusen mit voller Bauhöhe installieren kann. 


Lieferumfang

Damit kommen wir zum Lieferumfang und den Anschlüssen der Karte. Das OEM‐Paket beinhaltete folgende Teile:

‐ TV‐Karte im low profile Format
‐ Slotblech für normale Bauhöhe
‐ Slotblech für halbe Bauhöhe (low profile)
‐ Treiber‐CD
‐ Radio Wurfantenne
‐ Kurzbedienungsanleitung.


Es wird die HVR‐2200 demnächst auch in einer Retail‐Version (mit schöner bunter Verpackung) im Handel zu kaufen geben. Dann wird das Gerät als sogenanntes „Media Center‐Kit“ verkauft. Das bedeutet, dass man zusätzlich noch eine Media Center‐Fernbedienung samt USB‐IR‐Empfänger und IR‐Emitter erhalten wird.


Anschlüsse

An Anschlüssen hat die HVR‐2200 folgende:

‐ TV‐In (1x)
‐ FM‐Radio‐In
‐ S‐Video‐In
‐ Audio‐In (Stereo‐Klinke)


Damit ist ein großer Vorteil dieser Dual‐Tuner‐Karte schon genannt. Sie verfügt über nur einen TV-Anschluss, so dass man nicht 2 Antennen verwenden muss und sich so eine Menge Kabelwirrwarr erspart. Leider zeigt diese Bauweise aber auch den (kleinen) Nachteil dieser Karte. Man kann immer nur eine Tunerart nutzen – entweder 2x analog oder 2x DVB‐T. Es ist nicht möglich zu sagen man möchte 1x analog und 1x DVB‐T nutzen.

Treiber
Die mitgelieferten Treiber (WinXP und Vista) sind sowohl für 32bit als auch 64bit verfügbar. Ich selber konnte leider nur auf einem 32bit‐System testen, da mir ein 64bit Windows nicht zur Verfügung steht. Dafür habe ich aber in meinem Test auch gleich geschaut, ob die Karte mit dem aktuellen Windows Media Center TV Pack funktioniert.

Test:
Die Installation war sehr einfach. Karte rein, Windows gebootet, bei der Frage nach Treibern auf die
mitgelieferte CD verwiesen – fertig. Danach muss nur noch in gewohnter Weise das TV im Media Center eingerichtet werden. 

Als erstes habe ich mich mit DVB‐T beschäftigt. Es wurden sofort beim ersten Scan alle bei mir im Empfangsgebiet ausgestrahlten Sender gefunden. Über die Dauer des Scans möchte ich jetzt keine Auskunft geben, die ist bei jedem je nach Region sowieso unterschiedlich lange. Ich kann nur sagen, es ging recht flott und dauerte auch nicht länger als bei anderen DVB‐T‐Karten. Die Umschaltzeiten sind sehr kurz. Subjektiv möchte ich behaupten sogar so kurz wie bei keiner anderen Karte. Wobei dies sicher im zehntel Sekundenbereich liegt. Auf alle Fälle dauert ein Senderwechsel nicht mal eine Sekunde. Die Bildqualität ist wie für DVB‐T gewohnt gut, es gibt da also keine Ausreißer nach oben oder unten. Probleme mit dem Standby hatte ich nicht. Ich habe meinen PC mehrere Male in den Standby geschickt und dann wieder aufgeweckt, die Tuner waren stets verfügbar. Auch 2 programmierte, gleichzeitig laufende Sendungen wurden nach dem Aufwachen des PCs anstandslos aufgezeichnet und danach ging er lieb wieder schlafen.

Im zweiten Schritt habe ich mich mit analogem TV beschäftigt. Auch hier vom Betrieb her keine negativen Überraschungen: alle Sender gefunden, sehr kurze Umschaltzeiten, reibungsloser und stabiler Betrieb. Das wichtigste beim analogen TV ist ja die Bildqualität. Durch die Verwendung des Hardware‐Encoders kann die erst mal schon nicht so schlecht sein. Und mein Test bestätigte diese Vermutung. Das Bild ist klar, scharf und nicht verrauscht. Also auf jeden Fall ein Steigerung zur PVR‐500 bzw. ihrem kleinen Bruder der PVR‐150. Ich würde sagen so gut wie die PVR‐250. 

Als letztes habe ich geschaut, ob die Karte auch mit installiertem TV Pack funktioniert. Auch da gibt es keine Beanstandungen zu vermelden, die Treiber wurden installiert und die Karte vom Media Center auch ordentlich erkannt. Sowohl DVB‐T, als auch analog liefen ohne Probleme. Das Umschalten dauert etwas länger, was aber nicht an der TV‐Karte sondern an dem geänderten Tuning‐Modell liegt und allgemein so ist. Bei DVB‐T machten sich natürlich die neuen Features wie Teletext, Untertitel usw. besonders positiv bemerkbar.


Fazit

Wie ich anfangs schon geschrieben habe, bin ich von dieser TV‐Karte sehr positiv beeindruckt. Ein feines Stück Hardware, was eine Menge Wünsche an TV im Media Center abdeckt. Bleibt nur zu hoffen, dass es die Retail‐Version schnellstmöglich in den Handel schafft. Die Karte wurde bereits zur Cebit 2007 angekündigt. Da wird es aber langsam mal Zeit…

Pro:
‐ Dual‐Tuner für analog und DVB‐T
‐ Hardware‐Encoder
‐ PCI‐e
‐ Low profile
‐ nur ein Antennenanschluss
‐ kurze Umschaltzeiten
‐ sehr gutes Bild

Contra:
‐ Nutzung auf nur einer Empfangsart gleichzeitig beschränkt
‐ noch nicht im Handel
‐ keine „eierlegende Wollmilchsau“ (kein DVB‐S und DVB‐C)

 

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