in aktueller, vollkommener Faszination von @Maschmo's endgeilem Plugin "Filme" nehme ich mir mal die Freiheit, nicht nur meine Bannerbilder zum Download anzubieten wie @Baphomet es dankenswerterweise mit seinen hübschen Kreationen bereits getan hat, sondern auch gleich ein kleines Tutorial für Bildbearbeitungs-Einsteiger zu basteln. Wer den Kurs brav mitmacht, darf am Ende meine Originaldatei als Bastelvorlage mit nach Hause nehmen.
Ein eigenes Bannerbild ist damit ratzfatz zusammengeklickt; Selbst gemacht schmeckt's halt immer noch am Besten, auch wenn man dabei auf die Hilfe des einen oder anderen Tütenprodukts zurückgreift.
Mein Ansatz war, dass ich für meine Kids eine klare Kennzeichnung haben wollte, hinter welchen Buttons sich ihre Filme verstecken. Und was ist ein besserer Wegweiser als eine ordentliche Farbgebung? Gleichzeitig ist die Regel "an schwarze Filme geht ihr nicht dran" auch eine klar verständliche Ansage - so was brauchen die lieben Kleinen, denn ein solides, nachvollziehbares Regelwerk ist der Nährboden für glückliche Familien - sagt die Super-Nanny jedenfalls.
Bei meinen Überlegungen ist unter Einsatz von Corel's aktuellem "Paint Shop Pro Photo X2" folgendes Ergebnis herausgekommen (aber mit jeder anderen halbwegs fähigen Bildbearbeitung geht es natürlich ähnlich):
Beispiel-Banner
da gäbe es erst mal den jugendfreien Teil:
Cartoons.jpg 23,6K
243 Mal heruntergeladen
Animation.jpg 27,84K
163 Mal heruntergeladen
Romanzen.jpg 21,6K
121 Mal heruntergeladen
Action.jpg 19,7K
151 Mal heruntergeladenund dann natürlich die "Böse Ecke":
HD_SciFi.jpg 27,83K
220 Mal heruntergeladen
HD_Horror.jpg 24,89K
184 Mal heruntergeladenDas sind jetzt nur ein paar Beispiele, um die es hier auch gar nicht gehen soll. Sinn ist natürlich, dass Ihr hier gleich in der Lage sein sollt, euch eure eigenen Filmkategorien zu basteln, damit Ihr euch genau die Buttons machen könnt, die zu euch und eurer Bibliothek passen.
Wie wird's gemacht?
Grundlage ist die Datei "universalbild-mit-logos.pspimage", die sich in der gleichnamigen zip-Datei im Anhang
Universalbild_mit_logos.zip 1,38MB
305 Mal heruntergeladen befindet. In der Vorschau sieht sie so aus:
Leeres_Bild.jpg 33,46K
191 Mal heruntergeladenMan sieht eine Buttonfläche in gebürsteter Metalloptik, in die ein transparentes Loch gestampft ist. An der Stelle, die hier mit einem Schachbrettmuster versehen ist, schaut man später auf einen darunter liegenden Hintergrund durch. Es gibt zwei kleine Logos für "HD" und das FSK-Zeichen für Medien ohne Jugendfreigabe und es gibt einen Beispieltext für den Kategorienamen. Ganz simpel.
Das ganze besteht aus mehreren Ebenen, wie man im Ebenenwerkzeug schön erkennen kann:
Ebenenpalette.jpg 24,21K
176 Mal heruntergeladenDie Ebenen kann man sich als Klarsichtfolie vorstellen, auf die man etwas malt oder schreibt. Wenn man seine Bildelemente auf verschiedenen Folien malt und die dann übereinander legt, sieht man alle gemeinsam. Die Reihenfolge der Folien kann geändert werden und man kann sie einzeln verschieben, damit die Bildteile passen.
In Paint Shop Pro kann man Ebenen unsichtbar machen, indem man im Ebenenwerkzeug auf das Symbol mit dem Auge klickt - dann verschwindet die Ebene aus der Ansicht und über dem Auge liegt ein kleines Verbotssymbol. Man kann eine Ebene einfach mit der Maus greifen, um sie nach oben oder unten zu ziehen
In meinem Beispiel liegen die Schrift und die beiden kleinen Logos ganz oben, denn Sie sollen alle darunter liegenden Bildteile abdecken. Man könnte sie auf eine gemeinsame Ebene legen, aber bei mir hat jedes der teile seine eigene Ebene, damit man sie unabhängig voneinander bewegen kann. Wenn man das "HD"- oder das "FSK"-Icon nicht braucht, schaltet man sie einfach auf unsichtbar und weg sind sie.
Als nächstes kommt die Ebene, die hier die ganze Arbeit macht. Sie heisst "Hintergrund mit Transparentem Loch" und ist eine ganze Gruppe aus Ebenen. Zu der kommen wir später. Darunter kommt die Ebene mit dem Bild, das später durch das Loch scheinen wird.
Kategoriebezeichnung anpassen
Die oberste aller Ebenen ist eine Vektorebene und enthält ein Textobjekt, das mit einem Klick auf das "Plus" vor der Ebene mit dem Namen Genrebezeichnung sichtbar wird. Wenn man dieses Textobjekt doppelklickt, kommt man ins Werkzeug zur Textbearbeitung:
Textwerkzeug.jpg 67,15K
87 Mal heruntergeladenDort kann man nicht nur den Genre-Text durch einen anderen ersetzen, sondern natürlich auch die Schriftart und die Farben ändern. Eine Konturlinie um die einzelnen Buchstaben in Kontrastfarbe zum eigentlichen Text macht sie später vor allen Hintergründen lesbar, egal ob diese hell, dunkel oder stark gemustert sind.
Motiv anpassen
Ganz unten liegt die Ebene mit dem Bild, das später durch das Loch scheinen wird. Ich habe da zu Übungszwecken ein Bild von einem Terminator-Roboter eingefügt. Wie man in der Ebenenübersicht sieht, ist nur auf der linken Hälfte der Hintergrundebene überhaupt etwas von diesem Bild zu sehen - mehr ist auch nicht nötig, denn das Loch ist sowieso nur rund 350 Pixel breit. Man braucht also keine Bilder mit großer Auflösung - wenn man ein Szenefoto oder so was aus dem Internet nimmt, reicht eine 400 x 300 Pixel kleine Bilddatei aus, man kann sie sogar noch ein wenig hin- und herschieben.
Die gewünschte Grafik fügt man erst mal "als neues Bild" in die Software ein und skaliert sie so, dass der Teil, den man durchscheinen lassen will, in etwa die Breite von 350 Pixeln hat. Dann markiert man das ganze Bild und kopiert es in die Zwischenablage.
Dann klickt man wieder auf das Vorlagenbild und fügt das Bild aus der Zwischenablage mit "Bearbeiten" - "Einfügen..." - "als neue Ebene" dort ein. Egal, auf welcher Ebene es sich jetzt befindet, kann man es mit dem "Verschieben"-Werkzeug
Verschieben_Werkzeug.jpg 2,26K
47 Mal heruntergeladenjetzt an die passende Stelle unter dem Loch im Hintergrund positionieren. Dann verschiebt man die ganze Ebene an die vorletzte Stelle unten, wenn sie sich da noch nicht befindet (PSP zickt ein bisschen, wenn man eine Ebene ganz nach unten verschiebt - deshalb gibt es zur Bequemlichkeit darunter noch eine ansonsten völlig nutzlose, leere Hintergrundebene).
Damit ist der schwierigste Teil schon erledigt: Das Motiv liegt jetzt da, wo es hin soll.
An sich ist man jetzt fertig, wenn man mit einer der vorgefertigten Buttonflächen (Farbe oder Metalloptik) leben kann. In diesem Fall braucht man nämlich nur die gewünschte Ebene sichtbar zu schalten und das Ergebnis als JPG zu speichern.
Das könnte dann so ausehen:
Beispiel1.jpg 29,04K
87 Mal heruntergeladenoder auch so:
Beispiel2.jpg 27,91K
70 Mal heruntergeladenWem das noch nicht reicht - hier folgt die Kür:
Jetzt passen wir die Buttonfläche an.
Wie schon erwähnt gibt es eine Ebene für diese Buttonfläche, die tatsächlich eine Ebenengruppe aus einer ganzen Reihe einzelner Ebenen ist. Mit einem Klick auf das "Plus" vor dieser Ebene klappt man diese Gruppe auf und sieht, dass innerhalb dieser Gruppe ganz oben eine sogenannte Maskenebene liegt, unter der sich dann eine ganze Auswahl von farbigen Flächen befindet. Nur eine davon wird später die Buttonfläche, alle anderen werden auf "unsichtbar" geschaltet.
Hintergrundebene.jpg 40,65K
83 Mal heruntergeladenEine Maskenebene ist ein Graustufenbild. Je dunkler ein Pixel in dieser Bildebene ist, desto transparenter ist er. In diesem Fall ist die Maske also eine weiße Fläche, die einen kreisförmigen schwarzen Fleck links hat. Von dem in der Ebenegruppe darunter liegenden Bild sieht man nur die Teile, die an einer weißen Stelle der Maske liegen. An schwarzen Stellen ist nur das Bild darunter sichtbar, und an grauen Stellen werden die Bilder vermischt - je heller das grau, desto weniger vom unteren Bild ist zu sehen.
Im Prinzip würde natürlich eine Buttonfläche völlig ausreichen - aber so hat man ein bisschen Auswahl und kann mal schnell verschiedene Farben austesten. Wenn einem die Farbflächen nicht gefallen und man auch nichts für gebürstetes Metall übrig hat, kann man auch eine eigene Grafik dafür verwenden. Sie sollte dann 758 x 140 Pixel groß sein - jedenfalls der Teil, der später auf dem Button erscheinen soll. Etwas größer hat noch nie geschadet, damit man auch dieses Motiv wieder passend verschieben kann. Dazu fügt man seine Wunschgrafik genau wie gerade beschrieben wieder über die Zwischenablage als neue Ebene ein. Um sie zu positionieren, darf sie noch nicht ein Bestandteil der Ebenegruppe sein, denn das "Verschieben"-Werkzeug bewegt immer eine komplette Ebene - das Loch würde als mitwandern. Erst wenn das Bild auf der Ebene an der richtigen Stelle ist, verschiebt man die Ebene komplett in die Ebenengruppe - an den Platz unterhalb der Maskenebene. Ich habe zum Üben mal eine Zeichnung eines Dschungels genommen.
Das war's.
Jetzt speichert man das Ergebnis am besten mit "Datei" - "Kopie speichern unter" als JPEG-Datei mit dem Namen "KategorieBanner.jpg" in den passenden Ordner ab und macht sich an die nächste Kategorie.
So, was haben wir denn in diesem Tutorial gemeinsam fabriziert? Schauen wir mal:
Beispielkategorie.jpg 41,82K
140 Mal heruntergeladenWürg! Das also als abstoßendes Beispiel - schlimmer geht's nimmer. Aber so macht man das und ich hoffe, dass wir alle was gelernt haben - und sei es nur, dass man vielleicht doch besser die fertigen Vorlagen verwendet, wenn man absolut keine künstlerische Ader hat.
Wie gesagt lohnt sich der Download der zip-Datei nur für diejenigen, die auch Paint Shop Pro Photo X2 nutzen. Am Prinzip ändert sich aber nichts, auch wenn man das kostenlose "The GIMP", "Photoshop" oder etwas anderes einsetzt. Nur eine Ebenenverwaltung sollte die Software haben.


Anmelden
Benutzerkonto erstellen



Nach oben





