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4MBO stellt Insolvenzantrag

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#1
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4MBO stellt Insolvenzantrag
Ehemaliger Hersteller des Volks-PC ist zahlungsunfähig


4MBO, bis Ende 2003 Hersteller der über Plus vertriebenen Volks-PCs und Notebooks, will am heutigen 27. Februar 2004 beim zuständigen Amtsgericht Esslingen einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens wegen Zahlungsunfähigkeit stellen. Das Unternehmen hatte sich aus dem Aktionsgeschäft mit Computer-Hardware zurückgezogen und wollte sich künftig auf Unterhaltungselektronik konzentrieren.

Das Konsortium der Gläubigerbanken, das zunächst seine Unterstützung für die Restrukturierungsphase des Unternehmens nach dem Ausstieg aus dem PC-Geschäft signalisiert hatte, stelle trotz viel versprechender Gespräche des Vorstands mit ernsthaft interessierten Investoren zum jetzigen Zeitpunkt die notwendige Finanzierung nicht zur Verfügung, so der Vorstand von 4MBO. Daraus folge nun die Zahlungsunfähigkeit des Unternehmens.

Die Firma hatte in dieser Woche bei sinkenden Umsätzen einen EBIT-Verlust von 19 Millionen Euro vermeldet, verzeichnet aber einen aktuellen Auftragsbestand von rund 40 Millionen Euro im Bereich Unterhaltungselektronik. Hier wollte 4MBO digitale Satellitenempfänger und digitalen Festplattenrekorder verkaufen.

Das weitere Vorgehen zur Fortführung der Gesellschaft soll nun mit dem vorläufigen Insolvenzverwalter abgestimmt und schnellstmöglich den Mitarbeitern, Geschäftspartnern, Aktionären, Investoren und Medien mitgeteilt werden.

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Insolvenzverfahren bei Elektronik-Dienstleister 4MBO eröffnet

Beim zahlungsunfähigen Elektronik-Dienstleister 4MBO ist am heutigen Montag das Insolvenzverfahren eröffnet worden, teilte die Firma in einer Ad-hoc-Meldung mit. Als Insolvenzverwalter ist der Stuttgarter Rechtsanwalt Wolfgang Illig vom Amtsgericht Esslingen bestellt worden. Er soll die operativen Geschäfte weiterführen, erklärte 4MBO weiter.

Von dem Verfahren sind rund 55 Mitarbeiter am Standort Plochingen betroffen. Die 4MBO-Tochtergesellschaft Jenimage Europe GmbH in Jena sei in das laufende Insolvenzverfahren jedoch nicht einbezogen worden. Der börsennotierte Dienstleister 4MBO, dessen Hausbank die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) ist, hatte 2003 bei einem Umsatz von 230 Millionen Euro tiefrote Zahlen geschrieben.

Im vergangenen Jahr hatte 4MBO auf die Vermarktung billiger PC über den Einzelhandel gesetzt. Unter anderem produzierte man für den Discounter Plus den so genannten "Volks-PC"; auch die Handelskette Norma gehörte zu den Kunden von 4MBO. Das Geschäft mit den Discountern floppte allerdings und bescherte der Firma einen zweistelligen Millionenverlust. Als Konsequenz daraus hatte 4MBO den IT-Bereich, der etwa die Hälfte des Umsatzes ausmachte, stillgelegt -- ein Verkauf der Sparte sei wegen der "angespannten Lage der gesamten IT-Distributionsbranche" nicht möglich gewesen, hieß es bei der Vorlage der Jahresbilanz.

Eine Restrukturierungsphase nach dem Ausstieg aus dem PC-Geschäft sollte mit Konzentration auf "das profitable Aktionsgeschäft mit Consumer Electronics" Besserung bringen. Allerdings hatte das Konsortium der Gläubigerbanken, das zunächst seine Unterstützung signalisiert hatte, vor gut drei Wochen die notwendige Finanzierung nicht mehr garantiert. Daraufhin stellte das Unternehmen den Insolvenzantrag. (jk/c't)


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Elektronik-Händler 4MBO wird liquidiert [Update]
Der zahlungsunfähige Elektronik-Dienstleister 4MBO hat keine Zukunft mehr und wird liquidiert. Insolvenzverwalter Wolfgang Illig sei gescheitert, das operative Geschäft wenigstens teilweise zu retten, erfuhr dpa am Dienstag aus Unternehmenskreisen. Etwa 55 Mitarbeiter am Stammsitz Plochingen verlieren ihren Arbeitsplatz. Die börsennotierte 4MBO International Electronic AG, die 2003 rund 230 Millionen Euro umsetzte, hatte sich mit der Vermarktung billiger PCs über den Einzelhandel übernommen.

4MBO-Sprecher Eberhard Kaiser dementierte die Meldung. Derzeit werde intensiv an der Rettung des Unternehmens in einem hart umkämpften Markt gearbeitet. Von Liquidierung sei keine Rede. Die Entlassung von Mitarbeitern sei in einem Insolvenzverfahren nichts Besonderes. Die Mitarbeiter würden durch eine Gesellschaft aufgefangen.

Das Weihnachtsgeschäft mit dem Discounter Plus floppte und bescherte den Plochingern einen zweistelligen Millionenverlust. Als Konsequenz daraus hatte 4MBO den IT-Bereich, der etwa die Hälfte des Umsatzes ausmachte, abgestoßen. "Wenn man mit Medion konkurrieren will, muss man Weltklasse sein. Diesen Anspruch konnte das Management nicht erfüllen", sagte ein Unternehmens-Insider. Die 4MBO-Aktie, die im Jahr 2000 beim Börsengang 37 Euro gekostet hatte, war zuletzt nur noch 0,30 Euro wert.

Nicht liquidiert werden soll laut dpa die 4MBO-Tochtergesellschaft Jenimage Europe GmbH (Digitalkameras) in Jena. Das dortige Management will den Betrieb aus eigener Kraft weiterführen. Hausbank von 4MBO war die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW). Der Untergang des Dienstleisters war eingeleitet worden, nachdem das Konsortium der Gläubigerbanken das Sanierungskonzept nicht mittragen wollte. Das Insolvenzverfahren war am 15. März eröffnet worden. Die Bilanzpressekonferenz und die Hauptversammlung, die für 25. März und 19. Mai vorgesehen waren, finden nicht mehr statt. (dpa) / (anw/c't)

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#4
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Medion greift nach den Trümmern von 4MBO

Der Hardwarehersteller Medion übernimmt alle Marken- und Schutzrechte des insolventen Elektronik-Dienstleisters 4MBO. Von den noch 55 Mitarbeitern sollen 15 weiterbeschäftigt werden, teilte Insolvenzverwalter Wolfgang Illig am Donnerstag mit.

Medion wolle am Standort Plochingen (Kreis Esslingen) seine Geschäftstätigkeit in den Bereichen Gesundheitstechnik, Wellness und Haushaltselektronik ausbauen und einen Teil des Auftragsbestandes von 4MBO übernehmen. Die verbleibenden Vermögenswerte würden abgewickelt, vom Unternehmen selbst bleibe nur der Mantel, hieß es weiter.

Der Essener Medion-Konzern hat sich einen Namen gemacht als Hersteller von PCs und Multimedia-Produkten für Aldi, Tchibo oder Tengelmann. 4MBO hatte im Februar 2004 Insolvenz wegen Zahlungsunfähigkeit beantragt. Bereits im Dezember 2003 war die Firma aus dem Notebook- und PC-Geschäft ausgestiegen. (tol/c't)

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