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[Test] Philips MCP 9350

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Im Test: Philips MCP 9350 mit DVD-Rekorder und Festplatte
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(red) Was die Computer-Branche derzeit am meisten bewegt, ist ihre Verschmelzung mit der Unterhaltungselektronik. Wir haben uns den Couch-PC MCP 9350 von Philips genauer angeschaut.

Im Vergleich zu den Anfängen der Multimedia-PCs funktioniert mittlerweile vieles besser. Den meisten Wohnzimmer-PCs liegt eine Fernbedienung bei, mit der sich von der Couch aus Musik, Bilder und Filme vom Rechner aufrufen lassen - im Vergleich zu so manch trägem DVD-Player sogar in an­ge­nehmer Ge­schwindigkeit.
Anders als früher muss man sich inzwischen nicht mehr durch in winziger Schrift ab­gefasste Menüs klicken oder gar ganze Befehlszeilen eingeben; vielmehr sehen die Menüs jetzt ganz schön professionell aus.

Obendrein sind die eingebauten Grafikkarten dank zweier Ausgänge (DualHead) in der Lage, das Bildsignal gleichzeitig am DVI- und an den analogen Videoausgängen auszugeben; praktisch, wenn man normalerweise einen Fernseher am Computer an­geschlossen hat, aber gelegentlich doch mal ernsthaft arbeiten oder im Internet surfen will.
Ähnlich sieht es bei Audio aus. Hier bieten die Media-Center entweder einen optischen Digital- oder einen analogen Mehrkanal-Ausgang, um den Verstärker mit Audiosignalen zu befeuern.

Die Anschlüsse
Auf der Rückseite des knapp 1.700 Euro teuren Philips Couch-PCs sitzen or­dent­lich aufgereiht Audio- und Video-Ausgänge verschiedenster Art, von S-Video über YUV bis hin zu DVI und SCART. Die Buchsen bestehen zudem nicht aus dem bislang üblichen, eher windigen Steckkarten-Allerlei von PCs, sondern sind massiv ausgeführt und an dicken Blechen verschraubt. Auf der Front stecken unter einer Klappe An­schlüsse für den digitalen Camcorder sowie Einschübe für digitale Speicherkarten.

Bedienung
Als Oberfläche dient die Windows Media Center Edition. Bilder, Videos und Musikdateien laufen damit rasch an und lassen sich angenehm verwalten, ab­spielen und auf CDs, DVDs oder mobilen Playern si­chern. Zur Erstellung von passenden Scheiben für den DVD-Player (DVD-Video, nicht DVD-ROM) liefert Philips das Programm MakeDVD 2.0 gleich mit. Darüber hinaus ge­lingt auch der Empfang von analogem Radio und TV problemlos. Die Fernbedienung passt perfekt zum Gerät und sorgt für eine sichere Steuerung.

Leistung
Der Philips arbeitet vergleichsweise schnell. Mit einer stattlichen Leistung von drei Gigahertz wandelt der Philips eine komplette Audio-CD in weniger als vier Minuten in MP3-Dateien um, alle Office-Anwendungen lassen sich in rasanter Geschwindigkeit ausführen. Für Spieler ist die Leis­tung aber zu gering.

DVD-Wiedergabe
Schnell, gut und ohne Probleme klappte die Wie­dergabe von DVDs. An den analogen Videoausgängen für Standard-TV brachte der Philips mit Abstand die beste Qualität. Die Bildauflösung reicht jedoch noch nicht an gute DVD-Player heran.

HD-Wiedergabe
In diesem Bereich trumpfte Philips auf. Alle nötigen Codecs stehen ab Werk bereit, die Dateitypen wurden sinnvoll verknüpft. Beim Aufruf von Transportströmen aus dem Satellitenfernsehen oder von D-VHS (.TS-Dateien) öffnet sich das vorinstallierte Cyberlink Power DVD 6 und legt sogleich mit der Wiedergabe los. Ruckeln kam selten vor, meist ließ es sich durch Umstellen der Bildwiederholfrequenz beseitigen. Weil das Gerät nicht mit einem digitalen DVB-S2-Tuner ausgestattet ist, sind HDTV-Sender wie Anixe-HD oder ProSieben-HD nicht zu empfangen. Der TV-Empfang erfolgt nur analog per Kabel oder Terrestrik. Da muss Philips dringend nachbessern.

FAZIT
Der Philips bietet gute Bedienung, gefällige Optik, gutee Signalqualität und spielt HDTV-Inhalte ab, sofern sie nicht vom Satelliten oder aus dem Kabelnetz kommen. Ein "befriedigend" ist dennoch zu wenig für unsere Ansprüche.


Vorteile
+ sehr flexibel
+ kompakt
+ un­komplizierte Bedienung
+ gute Bildqualität an den analogen Ausgängen

Nachteile
+ Erweiterungen schwierig

Tonqualität: befriedigend
Bedienung: befriedigend
Ausstattung: befriedigend
Bewertung: befriedigend

© SAT+Kabel
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