Ich würde gerne einige erfreuliche Neuerungen zum Thema lossless Audio unter Windows vermelden, leider tut sich zur Zeit relativ wenig so bleibt zur Zeit entweder der unten erklärte Stress mit FLAC oder das problematische WMA Lossless.
Da das Thema lossless Audio immer beliebter wird aber Windows gerade im Bezug auf Audio Formate doch sehr konservativ ist werden ich versuchen alle wichtigen allgemeinen sowie spezielle aktuelle Themen hier zu behandeln.
Im Vergleich zur Thematik Video Formate die HIER von @HD-False behandelt wird macht es MS einem hier nicht sonderlich einfach (dies wird auch schon an der Tonspur Problematik deutlich)
Doch jetzt zum eigentlichen Thema:
Da ich selber hauptsächlich Musik mit dem FreeLosslessAudioCodec archiviere wird auch dieser Thread hauptsächlich darauf gerichtet sein, allerdings ist die Xiph Foundation auch für Codecs wie OGG (=Container Format, auch für Video -> OGG Theora) Vorbis (=Name des Audio Codec) verantwortlich weswegen auch Kompatibilität dazu geschaffen wird.
Rippen von CDs
FLAC stellvertretend für lossless Audio
Was nicht sinnvoll ist:
- Umwandeln von MP3, WMA oder anderen verlustbehafteten Formaten (was einmal weg ist kann man auch nicht wieder bekommen)
Was sinnvoll ist:
Eine der besten Quellen für einen ordentlichen lossless Rip wäre die gute alte LP, da das entsprechende Equipment allerdings ziemlich teuer ist, muss man sich mit den Alternativen zufrieden geben.
Die kostengünstigste Alternative wäre die CD. (es gibt auch einige Anbieter die flac als Format zum Herunterladen anbieten, dies ist allerdings eher selten)
Wie erreicht man möglichst exakte Kopien einer CD (Ziel bit-genau):
Dafür ungeeignete Programme sind zum Beispiel der WMP oder iTunes da diese über die CD rattern und nehmen was sie kriegen können
Geeignete Programme die spezielle Verfahren(Accurate Rip zum Überprüfen des Rips und der Secure Mode) anwenden können wären dbpowerAmp(kostenpflichtig) und EAC(freeware).
dbpoweramp ist aus meiner Sicht wesentlich komfortabler als EAC, da es mehrere teils kostenpflichtige Datenbanken für Metadaten nutzt und auch für viele CDs selbstständig Cover herunterlädt, dadurch entfällt ein Großteil der häufig vorhandenen Arbeit - Stichwort Metadaten Korrektur, Cover finden etc..
EAC hat demgegenüber den Vorteil das es eine sehr lebendige Community besitzt, so gibt es eine Skriptsammlung mit Namen REACT mit der es zum Beispiel möglich ist aus einem Rip der CD direkt mehrere Kopien zu erstellen (einmal als FLAC, einmal als MP3, o.ä.) oder auch Cover herunterzuladen ( hier wird allerdings ein Mitwirken des Nutzers verlangt).
ZuREACTmuss man allerdings anmerken das es leider nicht immer einfach funktioniert. Wenn es dann aber einmal läuft ist es ziemlich bequem.
Bei beiden Programmen ist es wichtig das man den Secure Mode nutzt, dieser arbeitet (meist) sorgfältiger als der schnellere Burst Mode, allerdings kann es auch seien, dass bei CDs dessen Zustand nicht mehr optimal ist der Burst Mode bessere Ergebnisse erzielt.
Die Qualität der Rips werden ebenfalls über eine Online Datenbank kontrolliert, dessen Name ist AccurateRip. Die Qualität bzw. die Abweichung von einem Referenzwert wird einem über eine Punktzahl mitgeteilt.
Nachdem man FLAC Files hat:
Windows unterstützt von Haus aus nur die eigenen Formate WMA in verschiedenen Facetten und MP3 mittlerweile(Windows 7) auch AAC.
Was benötigt man:
Nutze des Shark007 Codec Pack benötigen keinen weiteren Codec, dies liegt daran das sie den madFlac Codec schon auf ihrem System haben.
Dieser DirectShow decoder filter sorgt erst mal dafür das Windows Media Player als auch das Media Center FLAC Dateien überhaupt abspielen können - meist erhält man beim ersten Versuch noch eine Fehlermeldung das der Dateityp unbekannt ist, was allerdings nicht weiter stört.
- eine gute Alternative zu madFlac ist der DirectShow Filter der Xiph Foundation der nicht nur FLAC Unterstützung sondern zugleich noch OGG Vorbis/Theora und Speex Unterstützung mitbringt.
Doch damit ist es noch nicht getan, denn anders als bei MP3 kann Windows nichts mit dem Metadaten Format Vorbis Comment anfangen.
FLAC unterstützt zwar theoretisch auch die Verwendung von ID3 (dem Metadaten Format des MP3 Format) allerdings wird dies nur selten genutzt.
Leider ist es nicht ganz simpel Windows Metadaten bekannt zu machen, weswegen der Windows Media Player durch alle existierenden Erweiterungen etwas langsamer wird.
Aktuell gibt es zwei Erweiterungen die für das Vorhaben interessant sind, einmal WMP Tag Plus welches ich favorisiere, da es relativ schnell ist und weil es in der Lage ist die Länge der Tracks auszulesen, allerdings beherrscht es nicht das Auslesen der Covers aus den Dateien, dies wiederum kann der WMP Tag Support Extender.
Dieser ist jedoch vergleichsweise langsam und nicht in der Lage die Länge der einzelnen Tracks anzugeben.
Hinweis durch @andreasypsilon
Wer Sampler oder klassische Musik hat sollte auf WMP Tag Plus setzen, da der WMP Tag Support Extender nicht zwischen Album-Interpret und Interpret unterscheidet! Dies führt dazu das Alben in der Intepreten Ansicht nicht mehr zusammen gehören.
Beiden gemeinsam ist, dass sie weder dem Windows Media Player noch dem Media Center beibringen CUE Dateien zu lesen, diese ermöglichen im Zusammenspiel mit CD Images (im WAV oder FLAC Format) theoretisch den Zugriff auf einzelne Tracks.
Ebenso gemeinsam haben beide Erweiterungen, dass eine nachträgliche Installation keinen Effekt erzielt, damit der Windows Media Player die Dateien richtig einliest ist der erneute Aufbau der Bibliothek erforderlich, dies kann man dadurch erzwingen, dass man zuerst den Windows Media Player - Netzwerkfreigabe Dienst beendet und daraufhin den Inhalt des Ordners
"C:\Users\<Benutzername>\AppData\Local\Microsoft\Media Player" entfernt.
Beim nächsten Start des Windows Media Player wird dann die Bibliothek neu aufgebaut und alle mit richtigen Metadaten versehenen Dateien sollten erkannt werden.
Ab da sollte auch das Media Center die Dateien erkannt haben.
Achtung: Es kann passieren das die Erweiterungen noch nicht aktiv sind! Falls also beim Aufbau der Medienbibliothek immer noch keine Metadaten angezeigt werden muss man unter "Organisieren -> Eigenschaften -> Plug Ins - Hintergrund) das jeweilige Plug In aktivieren und die oben beschriebene Prozedur erneut durchführen.
Was gegen WMA Lossless spricht:
- obwohl dieses Format auch lossless ist und man es somit Bit genau zurück rechnen kann unterscheiden sich die Ergebnisse des codierten Materials zum Teil deutlich
Variante 1 Effizeinz beim Umwandeln (Geschwindigkeit)
Variante 2 bei der Größe die zum Schluss dabei raus kommt
Variante 3 Features des Containers und Hard sowie Software Unterstützung
Bspw. können einige portable Player flac abzuspielen( z.B. iRiver) WMA Lossless nie(ich weiß nicht mal ob der Zune(HD) das kann...)
Falls einen dies nicht stört kann man natürlich auch auf WMA Lossless zurückgreifen.
Allgemeine Audio Tipps.
Für alle die Probleme mit dem herunterladen von Metadaten haben dürfte diese Einstellung ganz interessant sein:
Man kann so durchaus das herunterladen von Informationen erlauben ohne das der WMP einem alle Datensätze zerstört.
WMP_Einstellung_Metadaten.PNG 47,06K
127 Mal heruntergeladenFehler in der WMP Datenbank(bei FLAC auch gerne mal nicht eingelesene Metadaten).
Lösung:
Neuaufbau der Datenbank
Dazu: Systemsteuerung -> Verwaltung -> Dienste
Windows Media Player - Netzwerkfreigabe Dienst beenden
dann den Ordner
"C:\Users\<Benutzername>\AppData\Local\Microsoft\Media Player" leeren
Fehler bei den Covern im WMC.
Lösung:
CoverArt Cache löschen
Neuaufbau der WMP Datenbank wie zuvor geschildert
Vollständig einlesen lassen, dazu einfach den WMP starten.
Dann alles im Ordner AppData\Local\eHome\ArtCache löschen.
Bei (weiteren) Fragen immer her damit!
History:
19.7.2010: Zwei Tipps hinzugefügt
29.1.2010: Neuausrichtung, allgemeine Audio Themen
9.1.2010: Überarbeitung des Beitrags - Hinweise hinzugefügt


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